Die World Athletics Indoor Championships beenden die Hallensaison, was für einige Athleten eher eine schwierige Entscheidung als ein Muss darstellt. Es geht hier um eine Leichtathletik-Meisterschaft, kein Straßenrennen: Sprinter, Hürdenläufer, Mehrkämpfer und Co. liefern ihre Leistung in der Halle ab, bevor sie sich auf die Freiluftsaison im Sommer vorbereiten. Eine Austragungsstadt wie Toruń in Polen kann zwar ein starkes Starterfeld anziehen, aber die Terminlage veranlasst manche Athleten, lieber auf die Meisterschaft zu verzichten, um ihren Trainingsplan nicht zu gefährden.
Die Diskussion dreht sich vor allem darum, ob man noch eine letzte große Meisterschaft will oder lieber direkt mit dem Frühlingsvorbereitung starten möchte. Finnische Athleten wie Saga Vanninen, Lotta Harala, Saara Keskitalo und Reetta Hurske haben ihre Teilnahme abgesagt, weil sie befürchten, dass die Meisterschaft ihre Sommer-Vorbereitung um drei bis vier Wochen zurückwerfen könnte. Andere, etwa Elmo Lakka und Riku Illukka, sehen das Ganze einfach als Abschlussprüfung der Hallensaison, die ihre Freiluft-Leistung nicht gefährdet. Lotta Kemppinen bringt noch einen anderen Punkt: Für Sprinter kann die Hallensaison helfen, die Geschwindigkeit länger in die Freiluftsaison mitzunehmen – also hängt die Entscheidung auch vom Event und nicht nur vom Athleten ab.