Lidingöloppet ist ein 30-km-Crosslauf auf Lidingö, dem Stockholmer Inselvorort, und findet meist Anfang Herbst statt. Das Ding ist mit über 25.000 Startern pro Jahr nicht nur der größte Crosslauf der Welt, sondern auch der längste – und das seit Jahrzehnten. Über zweieinhalb Tage verteilt gibt’s Rennen für alle Altersklassen ab sieben Jahren, aber die Hauptdisziplin, die 30 km, läuft fast die Hälfte der Leute.
Der Kurs führt durch Wälder und Parks auf Lidingö und endet auf der Grönsta-Wiese. Der Knackpunkt ist immer der Abborrbacken, oder „Perch Hill“, ein Anstieg etwa 5 km vor dem Ziel, der schon so manche Rennentscheidung gebracht hat – wenn man zu früh Gas gibt, sitzt man später fest. Die Idee kam vom schwedischen Sportjournalisten Sven Lindhagen, der damit ein schwedisches Pendant zum Vasaloppet schaffen wollte. Sven Gärderud hat dann innerhalb von Tagen die Strecke durch seinen Heimatort ausgearbeitet. Damals starteten nur ein paar Hundert Läufer, heute ist das ein Mega-Event mit Vereinsathleten, Hobbyläufern, Kids und internationalen Siegern – darunter mehrere Kenianer und ein Schwede, der die letzten 10 km einfach weggeballert hat.