Der Thames Ring 250 startet und endet in Streatley-on-Thames und führt die Läufer auf einer 250-Meilen-Anti-Uhr-Runde entlang. Alle zwei Jahre ausgetragen, gibt es ein 100-Stunden-Zeitlimit – also vier Tage und vier Stunden, um die Strecke zu schaffen. Der Kurs verläuft hauptsächlich auf Treidelpfaden und Flussufern, ist also recht flach. Aber die Distanz, die Navigation und der Schlafmangel machen es trotzdem richtig hart, auch wenn’s auf dem Papier nicht so aussieht.
Die Strecke geht erst Richtung Osten entlang der Themse, wechselt dann zum Grand Union Canal und kommt über den Oxford Canal wieder zurück zur Themse, um in Streatley zu enden. Die Läufer navigieren mit Karten und GPX-Dateien, denn die Strecke ist nicht durchgehend markiert, nur alle 25 Meilen gibt’s Checkpoints. Das war das erste Rennen dieser Länge in Großbritannien und lange Zeit das längste Nonstop-Rennen Europas. Mit einer durchschnittlichen Finishrate von nur 41% – und in den letzten Jahren sogar noch weniger – sind hier fast nur harte Ultraläufer am Start, die mit Nachtläufen, langen Solo-Passagen und wenig Schlaf klarkommen.