Über Radfahren & Laufen in VenedigTrainingsnotizen aus Venedig
Laufen: Einheimische laufen früh über den Markusplatz, wenn die Pflastersteine noch ruhig sind und man den Tag noch für sich hat. Auf dem Markusplatz kannst du vor dem großen Trubel noch einen entspannten Z2-Lauf an der Basilica di San Marco vorbeiziehen. Läufe am Canal Grande fühlen sich irgendwie scharf und komisch an, weil Venedig zwar nicht riesig ist, aber ganz schön verwirrend sein kann. Der Campo Santo Stefano ist super als Wendepunkt, wenn du einfach nur deine base miles sammeln willst, ohne dir groß Gedanken über die Strecke zu machen. Der Wizz Air Venicemarathon ist das Hauptevent, und Venice Night Trail, Quasi Night Run, Venice Lido Beach Trail und Alì Family Run sorgen dafür, dass der Kalender immer was hergibt.
Radfahren: Einheimische fahren die Venice Islands Cycle Route, wenn sie gleichmäßige Kilometer machen wollen, ohne sich mit dem centro storico herumzuschlagen. Lido und Pellestrina sind jeweils etwa 12 Kilometer lang, da kannst du also schön deine Z2-Einheit entlang der Lagune ziehen. Die Via Sandro Gallo führt auf dem Lido an San Nicolò, Malamocco und Alberoni vorbei. Pellestrina ist da entspannter, mit San Pietro in Volta, Portosecco und Pellestrina selbst, das passt gut für base miles. Venezia FC, Reyer Venezia und Società Sportiva Costantino Reyer sind die lokalen Clubs, die man so kennt. In Venedig gibt’s keine richtigen Anstiege, also heißt es hier: Intervalle, Wind, Brücken und flaches Tempo.
Saison: Frühling und Herbst sind am besten für beide Sportarten, weil sich die Stadt für längere Läufe und Radtouren entspannter anfühlt. Im Sommer gibt’s warme, feuchte Tage, da starten die Einheimischen früh und halten die harten Einheiten kurz. Lido und Pellestrina sind auch im Sommer gut, weil die Strecke an der Lagune offen ist und wenig Verkehr hat. Der Winter bringt kühle, feuchte Bedingungen, und Schnee ist zwischen Ende November und Anfang März nicht ungewöhnlich. Kanäle und Teile der Lagune können in strengen Wintern zufrieren, wobei das in den letzten 30 bis 40 Jahren seltener geworden ist. Einheimische laufen trotzdem im Zentrum und fahren auf den Inseln, wenn der Untergrund passt.