Über Radfahren & Laufen in PerpignanTrainingsnotizen aus Perpignan
Laufen: Wenn die Leute hier vor der Arbeit ein paar lockere Kilometer machen wollen, laufen sie oft durch die Altstadt, zwischen la Basse und la Têt. Eine Runde ist 31 km lang mit gerade mal 12 m Höhenunterschied. Eine andere Runde, die ich oft laufe, hat 26 km und 73 m Höhenmeter. Oder auch mal 35 km, je nach Lust und Laune. Einen echten Laufclub gibt’s hier nicht, deshalb trifft man sich oft bei den Rennen. Die Corrida de Noël de Perpignan, der 10 km de Perpignan, der Festi'run Perpignan, der Mémo Run 66 und die Ronde Ceretane 6km sorgen dafür, dass der Kalender immer gut gefüllt ist.
Radfahren: Zum Radfahren nutzen die Leute hier die Plain of Roussillon für Z2, Tempo-Einheiten und diese ruhigen base miles, die dafür sorgen, dass die Anstiege später nicht so wehtun. Die Pyrenees liegen westlich von hier, also fahren wir dorthin, wenn wir richtig klettern und uns Gran Fondo Beine holen wollen. Nördlich liegt das Corbières massif, dessen Buschland-Straßen einen ganz anderen Charakter haben. Der Canigou ist immer ein guter Orientierungspunkt am Horizont. Einen richtigen Radclub gibt’s hier leider auch nicht, deshalb bildet sich die Szene um Events und feste Gruppen. Die 66°Sud la Cyclo, La Perpignanaise und UCI 66 Degrés Sud sind die wichtigsten Events für Rennradfahrer. Das Bike and Run de Perpignan bringt auch die gemischte Szene gut zusammen.
Saison: Der Frühling ist die beste Zeit für Läufer und Radfahrer, weil die Luft leichter ist und der Rennkalender erwacht. Der Herbst bietet auch ein super Zeitfenster, mit genug Wärme für gleichmäßiges Z2 und genug Frische für Intervalle. Im Sommer wird es in Perpignan sehr heiß und extrem trocken, Temperaturen können locker 30°C erreichen. Deshalb geht man früh raus, fährt an der Küste entlang und legt harte Einheiten in den Schatten oder auf den Abend. Der Winter bleibt recht mild, aber die Tramontana lässt es sich kälter anfühlen, als die Thermometeranzeige vermuten lässt. Die kalte Jahreszeit bringt den meisten Niederschlag, Läufer müssen also auf den Untergrund achten und Radfahrer den Wind auf exponierten Straßen respektieren.