Über Radfahren & Laufen in Jaén-MartosTrainings-Notizen aus Jaén-Martos
Laufen: Martos gibt dir als Läufer gleich mal einen ehrlichen Start auf 753 m Höhe. La Peña und El Castillo de la Villa sind direkt vor der Haustür, perfekt für Trail-Läufe. Die Einheimischen nutzen die Olivenwege und Hügelpfade, wenn sie Z2 trainieren wollen, das trotzdem fordert. La Peña bietet die kurzen, knackigen Anstiege, und El Castillo de la Villa sorgt dafür, dass sich die Stadt immer noch ein bisschen nach Bergen anfühlt. Jaén selbst bringt mit dem Maratón en pista Ciudad de Jaén und der Carrera Urbana de San Gregorio mehr Renn-Feeling rein. Offizielle Laufclubs gibt es hier keine, aber die Leute orientieren sich stark am Rennkalender: Marathon Alcaudete, Subida al Pantano del Quiebrajano, Carrera Nocturna Noche de San Juan.
Radfahren: Die Vía Verde del Aceite ist die große Nummer hier. Die Strecke bietet dir 120 km autofreie Base Miles, größtenteils Asphalt, aber auch ein bisschen Gravel. Du rollst da durch Olivenhaine, Weinberge, Weizenfelder, Tunnel, Viadukte – und diese typisch andalusische Ruhe. Die Vía Verde del Aceite steigt zwar sanft an, aber du machst trotzdem 488 m Höhenmeter. Da merkt man die Arbeit dann schon in den Beinen. Der letzte Abschnitt von Martos nach Jaén führt durch Torredonjimeno und Torredelcampo. Das Goliat Bike Race ist so das Hauptevent, das die Leute anzieht. Benannte Radclubs gibt's hier auch keine. Die Radfahrer organisieren sich meistens rund um die Vía Verde, ruhige Straßenrunden und die Anstiege bei La Peña.
Saison: Der Frühling ist die beste Zeit, so März bis Mai. Da hast du als Läufer und Radfahrer den idealen Block für Intervals, Long Runs und Gran Fondo Vorbereitung. Im Sommer ändern sich die Regeln, weil es in Martos locker 40°C haben kann. Da gehen die Einheimischen entweder sehr früh oder spät raus. Augustnächte kühlen nur auf 27°C ab, da bedeutet "easy" wirklich easy. Ende Mai kann's auf der Vía Verde del Aceite schon fast 40°C haben, und ohne Schatten wird die Fahrt dann härter, als das Profil vermuten lässt. Im Winter wird's überraschend kalt, so um Januar herum mit etwa 11°C. Februar und März bringen fast täglich Regen, da müssen Trail-, Gravel- und Straßenpläne flexibler sein.